Fahrschule Slansek

Graz - Andritz

Fahrschule Slansek in Graz

... Unserer Meinung nach ist jeder Unfall in diesem Zusammenhang vermeidbar.

Nach eisenbahnrechtlichen Vorschriften darf eine Eisenbahnkreuzung nur überquert werden wenn sich der Lenker oder Fußgänger davon überzeugt hat, dass sich kein Schienenfahrzeug nähert. Ob die Eisenbahnkreuzung durch Schrankenanlagen, Lichtzeichen oder „nur“ durch Andreaskreuze gesichert ist, macht hier keinen Unterschied.  

Der Ruf nach beschrankten Eisenbahnkreuzungen wird keinesfalls weiterhelfen solange es am Bewusstsein für die Einhaltung von Vorschriften mangelt. Der interessierte Beobachter kann ein Lied singen von noch schnell bei rot in die Kreuzung einfahrenden VerkehrsteilnehmerInnen und von STOP-Schildern, die für das Gros der StraßenbenützerInnen wohl mehr eine Empfehlung als ein Gebot darstellen.

Was nützt daher ein Schranken, wenn bei Aktivierung der Vorblinkanlage bzw. des Läutwerkes einfach weitergefahren wird und schon während des Hochgehens der Schrankenbäume die ersten Fahrzeuge die Gleisanlage bei Rotlicht passieren? 

Bei Bremswegen der Schienenfahrzeuge, jenseits von 800 bis 1000m, wirkt sich ein solches grob fahrlässiges Verhalten natürlich katastrophal aus. Auf Grund der enormen Bremswege ist es dem Triebfahrzeugführer nicht möglich auf „Sicht“ zu fahren. Er wird zwar nach wahrnehmen des Hindernisses auf den Geleisen eine Bremsung einleiten, doch wird ein rechtzeitiges zum Stillstand kommen des Schienenfahrzeuges nicht möglich sein. So kommt es wie es kommen muss….., und wieder berichten die Medien über einen weiteren tragischen Fall. 

Der Schock bei den Hinterbliebenen sitzt unermesslich tief, was nur allzu begreiflich ist.

Doch seien Sie versichert, der Schock den der Triebfahrzeugführer erleidet sitzt nicht minder tief. Es darf nicht sein, dass als Folge verantwortungslosen Verhaltens mancher KfZ-LenkerInnen Lokführer kritisiert werden und zB als „Familienmörder“ durch die Presse geistern. Eine noch intensivere Sensibilisierung von Kfz-LenkerInnen für Gefahrensituationen und deren - besonders im Zusammenhang mit Bahnunfällen - fatale Folgen ist unumgänglich. 

Pikantes Detail am Rande: Vielfach sind die Opfer solcher Tragödien im Nahbereich der Unfallstelle ansässig!!!